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Der Lilienthal-Preis 2007 geht an das Berliner Unternehmen Cryo Snow

  • Cryo Snow, Berlin, mit umweltfreundlichem Flugzeugwartungsgerät Preisträger 2007
  • Besondere Belobigung für Turbulenzforscher des „Mountain Wave Projects“
  • Erstmals Sonderpreis für „Airport of the Future“: Preisträger sind Karp GmbH und DLR
  • Luft- und Raumfahrtpreis der Region Berlin-Brandenburg für besonders innovative und marktnahe Leistungen zum vierten Mal vergeben

Den 1. Preis erhält Cryo Snow für die Entwicklung eines Schneestrahl-Trolleys, dessen Besonderheit – im Gegensatz zu den bisherigen Spezialreinigern von Flugzeugen – in der Lösemittelfreiheit und dem trockenen Verfahren auf Basis von CO2 liegt. In der Luft- und Raumfahrtindustrie und in der Verkehrstechnik bieten sich nach Angaben des Herstellers vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren mit Wasser, festem Strahlmittel, Chemie und Lösungsmitteln bietet das CO2-Schneestrahlen eine umweltfreundliche, kostengünstige und prozesssichere Alternative.

Weitere Informationen unter: www.cryosnow.com

Mit einer „besonderen Belobigung“ wurde der zweite Preisträger, das unter Begleitung des Berliner Segelflugspezialisten René Heise gemeinsam mit dem mehrfachen Weltrekord-Segelflieger Klaus Ohlmann in einem Motorsegler der Stemme AG, Strausberg, initiierte „Mountain Wave Project“ gewürdigt. Mit dem vorwiegend aus privaten Mitteln finanzierten Projekt werden internationale Kooperationen für die Evaluierung von Wetterunbilden verwirklicht, die Aussagen über drohende Turbulenzen oder Temperatur- und Klimaeinflüsse für die Meteorologie ermöglichen. Dabei erreicht der Motorsegler aus dem Land Brandenburg mit seinem Piloten unter extremsten Bedingungen eine Höhe von bis zu 12.500 Metern.

Weitere Informationen unter: www.mountain-wave-project.de

Andreas Kaden, Präsident der BBAA e.V. Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz und Vorsitzender der Jury der Lilienthal-Preis-Stiftung gratuliert den Preisträgern.
„Die eingereichten Bewerbungen für den Lilienthalpreis bestätigen die besondere Innovationsfreude und Leistungsfähigkeit von hoch spezialisierten Unternehmen und Projekten in der Luft- und Raumfahrt, die einen wichtigen Beitrag für unseren dritten Luft- und Raumfahrtstandort in Deutschland leisten“, so Andreas Kaden.

An dem erstmals gemeinsam mit den Berliner Flughäfen ausgelobten Wettbewerb um den Sonderpreis „Airport of the Future“ beteiligten sich vier Unternehmen. Mit dem Thema Sicherheit für das Fliegen und vor allem für die Passagiere befassten sich ein Kooperationsnetzwerk um die Karp GmbH, Königs Wusterhausen, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Berlin, die Vis à Pix, Potsdam, eine Ausgründung aus dem Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik, Berlin, und das Teko Ingenieurbüro, Berlin.

In den Jury-Bewertungen kamen gleich zwei Bewerber auf den 1. Platz:
Preisträger sind die Karp GmbH, Königs Wusterhausen, im Verbund mit der Projektlogistik GmbH, Wildau, und der Technischen Fachhochschule  Wildau, sowie das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Berlin.

Karp und Partner entwickelten die intelligente Sicherheitslogistik für Flughäfen CASTaF (Computer Aided Screening, Tracking and Fixing).

DLR unterstützt mit Hilfe eines neuartigen Terahertz-Scanners die Sicherheitskontrollen am Flughafen, um das Durchschleusen von Waffen, Pharmazeutika, Drogen und Sprengstoffen wirkungsvoll zu verhindern.

Weitere Informationen unter: www.karp-gmbh.de und www.dlr.de

„Die ständigen Innovationen in der Luftfahrtbranche tragen dazu bei, dass die Berliner Flughäfen ihren Kunden optimale Lösungen anbieten können“, sagte Dr. Manfred Bobke-von Camen, Geschäftsführer Personal der Berliner Flughäfen, anlässlich der heutigen Preisverleihung.

 

Lilienthal-Preis

Mit dieser ideellen Anerkennung werden besonders innovative und marktnahe Leistungen gewürdigt, die als beispielgebend für die Branche und deren Zukunftsfähigkeit sind und die Wachstumschancen für die Region erhöhen. Die Ausgezeichneten erhalten neben einem Diplom eine künstlerisch gestaltete Lilienthal-Statue. Als Maßstab für die Bewertung der Preiswürdigkeit gelten die Außergewöhnlichkeit der Lösung, der Nachweis ihrer Marktrelevanz sowie die Praxisreife des vorgelegten Umsetzungsplans bis zum Markteintritt. Vom besonderem Interesse sind dabei Vorschläge, die zur Entwicklung neuer Technologien oder Verfahren, der Verbesserung der Wettbewerbssicherung der Unternehmen sowie zur Erhöhung des Exportanteils technologieintensiver Produkte und Dienstleistungen, der wirtschaftlichen Förderung von Problemstandorten sowie der Arbeitsplatzsicherung beitragen.

Die Lilienthal-Preis Verleihung ist fester Bestandteil des „Tags der Luft- und Raumfahrt in Berlin-Brandenburg“ und findet  dieses Jahr am 08.Mai 2007 im Zentrum für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz Wildau statt.

Lilienthal-Preis-Stiftung

Die Lilienthal-Preis-Stiftung wurde Anfang 2006 von der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz e.V. (BBAA), dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt Schönefelder Kreuz Wildau und dem Industrieclub Potsdam „Christian Peter Wilhelm Beuth“ e.V. gegründet. Ziel der gemeinsamen Stiftung ist es, Persönlichkeiten in Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Gegenwart zu ermutigen und zu stärken sowie sich mit innovativen Leistungen an der Weiterentwicklung der Luft - und Raumfahrt zu beteiligen. Anfang 2007 konnten die Berliner Flughäfen als neuer Stifter gewonnen werden.
In diesem Jahr wurde erstmalig eine Sonderkategorie „Airport of the Future“ in Hinblick auf den neuen Hauptstadtflughafen BBI Berlin Brandenburg International eingeführt, was zukünftig als fester Bestandteil des Preises fortgeführt wird.

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